Seminarwoche: Klappe die Vierte… und Letzte

Zu allererst, die 10.000 Klicks Hürde ist geschafft! Geknackt wurde die Marke bereits vor zwei Wochen, bei meinem letzten Beitrag habe ich leider vollkommen vergessen es zu erwähnen. Euch fleißigen Lesern möchte ich vielmals DANKEN, schließlich ist es euer Verdienst ! Mit den 100 Facebookfans kann ich wohl nicht mehr rechnen, aber was solls, eine erfüllte Zielsetzung reicht mir vollkommen aus.

Nun aber zum eigentlichen Thema – das Seminar, aber nicht irgendein Seminar, nein, das allerletzte von vier Seminaren! Wie immer wurde der zentralste Ort auf der Landkarte Bayerns auserwählt und so landeten wir für die letzte Zusammenkunft in Altötting, welches sich, unerwarteterweise, als kleiner und wunderschöner Ort mit italienischem Flair entpuppte. Wirklich viel vom regen Dorfleben bekamen wir jedoch nicht mit, denn schließlich sind Jugendherbergen und dergleichen meistens am hintersten Fleckchen eines Ortes gelegen, damit ja keine Anwohner durch grölende, unsittliche und saufende Jugendliche gestört werden.
So schleppten wir uns nach einer eineinhalbstündigen Zugfahrt weitere zwanzig Minuten, mit schwerem Gepäck und unter lautem Protest, bei gefühlten 40 Grad in Richtung Ortsausgang. Angekommen in der Herrenmühle Altötting, einem Selbstversorgerhaus mit riesiger Gartenanlage und einem kleinen Fischteich, besänftigte uns das sprudelnde Bachwasser und der Anblick des schönen Gebäudes! Sofort ging es an die Zimmereinteilung und an das Verstauen der Lebensmittel, denn für diese Woche sollten wir selber die Kochlöffel schwingen und hatten bereits einige Tage zuvor einen Kochplan zusammengestellt!

Seminar No. 4

Die Herrenmühle in Altötting

Seminar No. 4

Der Teich der Herrenmühle

Für die erste Mittagsstärkung wurden die knurrenden Mägen mit Weißwurst und Tomaten Mozzarella gefüllt, dann ging es ans Resumé ziehen und zusammensetzen. Am Abend wurde  gekocht, koordiniert und geschwitzt! Nach einem ziemlich langen Abwasch (40 Menschen machen sehr viel Dreck!) legten wir uns die besten Kleider an und feierten bei Sekt und Snack einfach mal uns selbst! Eine Lobeshymne übertraf die andere und irgendwie tat es gut, vollkommen schamlos einfach mal sich selbst zu beweihräuchern.

Am zweiten Tag ging es an die Vorstellung unserer Projekte, die wir während unseres FSJ auf die Beine gestellt hatten. Neben concertino hatten sich in den letzten Monaten die unterschiedlichsten Projekte entwickelt, von denen mich einige sehr begeisterten! Am Nachmittag konnten wir uns dann Workshops aussuchen, die von einigen unserer Gruppe geleitet wurden. Webseite designen, Up-cycling, Tanzen, Malen nach Musik, Blindenfußball, Marmorieren und Photobuch zusammenstellen. Wie immer eine wunderbar bunte Mischung an Workshops, die durch die verschiedenen Talente und Interessen der FSJler möglich werden. In der Sommerhitze tanzte ich mich in einer kleinen Gruppe ziemlich nass und glücklich. Am Abend konnten wir uns bei einer sehr entspannenden Traumreise fallen lassen bzw. einschlafen!

In der Mitte der Woche widmeten wir uns weiter den Workshops und durften dabei wild durchwechseln um von allem etwas mitzunehmen. Am Nachmittag lagen wir jedoch alle ziemlich faul in den Wiesen um einfach mal Sonne und Erholung zu tanken – fast wie Urlaub!
Nach einer guten Portion Spaghetti am Abend, entfachten wir ein riesiges Lagerfeuer und  hielten  Brotteig an langen Stöcken in die heiße Glut. Mit Marshmallows, Lagerfeuermusik und Wunschpulver für die Zukunft, wurde der Abend zu einer besinnlichen und lustigen Lagerfeuernacht.

Seminar No. 4

Ein Sommerregen am See

Am vorletzten Tag hüllten sich unsere drei Leiterinnen in heimliches Schweigen und erwarteten uns in Wandermontur und mit Lunchpaket pünktlich und früh Morgens am Hauseingang der Herrenmühle. Per Bus und schnellem Schritt spazierten wir durch das bayerische Land und landeten schließlich in einem Wald um hier einige Teamarbeiten zu meistern. Belohnt wurden wir mit einem herrlichen Aufenthalt am See, was eine schöne Überraschung! Der Ausflug fand ein jähes Ende, als sich ein Sommergewitter über unseren Köpfen ergoss.

Seelig, durchnässt und erschöpft bereiteten wir am Nachmittag alles für den finalen Abschlussabend vor, der nun wirklich der allerletzte sein sollte! Ein Buffet wurde zusammengestellt, Diashows präsentiert, Oscarpreisträger gekürt und selbstgenähte Glückskekse verschenkt! Barfuß machten wir die Nacht zum Tag und tanzten bis in die Morgenstunden, in denen wir uns immer wieder in Gruppenumarmungen in die Arme flogen und das ein oder andere Tränchen vergossen.

Am Morgen dann lag noch immer die Melancholie des Abschieds in der Luft und als wir zusammen auf der Wiese Pizza aßen, kam mir erstmals der Gedanke – das wars jetzt. Der große Abschied folgte, aber doch kurz und möglichst schmerzlos, dann ging es, noch schwerer bepackt als zu Beginn der Reise (von den Essensresten durfte sich jeder bedienen, kostenloses Essen – wer greift da nicht zu?), zurück zum Bahnhof.

Aus und vorbei! Während unserer vier Seminare sind wir zu einer wirklich tollen Gruppe zusammengewachsen. Wir haben gefeiert, gelacht und getanzt und uns mit jedem Tag besser verstanden. Zusammen haben wir Workshops auf die Beine gestellt und uns sogar selbst versorgt ohne dabei zu verhungern! So wirklich habe ich noch nicht realisiert, dass wir in dieser Konstellation wohl nie mehr zusammenkommen werden. Die Vorstellung kein FSJ mehr zu machen, nicht mehr jeden Tag in der Hochschule zu sitzen und ab und an auf Seminar zu fahren, ist einfach zu surreal! Ich möchte mich bei allen Mit-Freiwilligen und natürlich unseren bezaubernden Leiterinnen bedanken, für vier wunderbare Seminare und ein tolles Jahr.

Seminar No. 4

Abschied und Neubeginn

Auf das wir uns eines Tages wiedersehen…

Alles Liebe ,
Theresa

 

 

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