– SOMMER-SONNE-ERDBEERWONNE –

Wenn in den vergangenen Wochen die Sonne schien, die Kleider und Hosen kürzer wurden, die Sonnenbrillen auf jedermanns Nase saßen und Eisstände aus dem Boden sprießten, saß ich, mit einem wehmütigen Blick aus dem Fenster, am Schreibtisch.

Lediglich die Mittagspause und der Feierabend erlaubten es mir, die Sonnenstrahlen aufzusaugen und in der Hitze zu faulenzen. An den Wochenenden versuchte ich die versäumten Sonnenstunden aufzuholen.

Sommer, das ist barfuß laufen, Eis schlecken, im See baden, Blumen pflücken,  Bienensummen, Vogelgezwitscher, Sonnenbaden und Erdbeeren naschen.

Jetzt, Anfang Juli, lese ich mit Bestürzung, dass sich die Erdbeersaison bereits dem Ende neigt. Dabei habe ich das Erdbeerpflücken doch gerade erst für mich entdeckt!

An einem ziemlich heißen Sonntag, ich  lag  faul und selig in der grünen Wiese vor meiner Haustür, fiel mein Blick auf etwas  kleines und rotes zwischen den Grashalmen: eine winzige wilde  Erdbeere. Erdbeeren! Was hätte ich an einem so herrlichen Tag um frische, rote und saftige Erdbeeren gegeben! Mir fiel ein, dass ich erst kürzlich einer dieser gelben Schilder mit Hinweis zum Erdbeerpflücken gesehen hatte. Ohne groß zu überlegen, schwang ich mich auf mein Fahrrad in Richtung Feld. Nach einigen Umwegen (Ich habe ja schon vor einiger Zeit festgestellt, dass mein Orientierungssinn nicht sehr verlässlich ist: Fluch und Segen) fand ich schließlich das riesige Erdbeerfeld wieder. Für 80 Cent kaufte ich mir eine große Schale und machte mich in meinen Flip Flops auf zur Feldarbeit. Gut geschützt unter einem grünen Blätterdach und gebettet auf einem Strohboden, strahlten mich die ersten tiefroten Erdbeeren von unten an. Vorsichtig pflückte ich mein erstes Exemplar, welches sogleich in meinem Mund landete –  köstlich!
Langsam füllte sich mein Töpfchen, die Sonne brannte auf meinem Rücken, die Blätter kitzelten an den Füßen und mit jeder neuen Erdbeere wuchs die Freude am sammeln. Bald war meine Schüssel so voll, dass ich jedes Exemplar vorsichtig auf ein anderes balancieren musste. Als selbst das nicht mehr funktionierte, machte ich mich zerkratzt, verschwitzt und äußert zufrieden, zurück zum Feldhäuschen um meine Ausbeute abwiegen zu lassen. Mit zweieinhalb Kilo Erdbeeren im Fahrradkorb fuhr ich barfuß und bestens gelaunt heimwärts. Zuhause belegte ich kleine Tortenböden mit meinen handverlesenen Erdbeeren, was übrig blieb wurde an den folgenden zwei Tagen restlos verputzt!

Erdbeertraum Erdbeertraum Erdbeertraum Erdbeertraum Erdbeertraum

Die Sommertage ziehen vorbei, die Erdbeeren neigen sich dem Ende und meine letzten Tage als FSJlerin sind gezählt. Der 10.000 Klick-Marke stehe ich tatsächlich kurz bevor und wehmütig blicke ich den paar wenigen Beiträgen entgegen, die noch folgen werden.  Dann heißt es Abschied nehmen, von meinem Blog, von meinem FSJ, von einer Zeit, die mir gerade sehr viel Freude bereitet.

»Wenn es am schönsten ist, soll man gehen«, leider.

Den Abschied versuche ich so lange wie möglich vor mir herzuschieben. Ein bisschen „concertino“ bleibt uns also noch!

Theresa

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2 Kommentare zu “– SOMMER-SONNE-ERDBEERWONNE –

  1. Erdbeeren waren hier im Osten irgendwie nicht so gut dieses Jahr, aber die Kirschen! Ich habe VIEL zu viele in mich rein geschoben die letzten Wochen, aber es ist einfach so lecker, da kann man nicht nein sagen 😉 genieß deine letzten Tage!

    • Oh ja Kirschen, die wären durchaus auch einen Beitrag Wert! Ich habe auch schon Unmengen vernascht, nur zum selber pflücken sind sie doch etwas aufwendiger als Erdbeeren ;-)!

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