Das bisschen Haushalt!

Wie schon Johanna von Koczian zynisch zu trällern wusste, stelle auch ich fest – das bisschen Haushalt macht sich eben NICHT von alleine. Obwohl diese Erkenntnis nicht allzu überraschend ist, wundere ich mich doch jedesmal wenn die sich anhäufenden Kleidertürme auf dem Fußboden einfach nicht von alleine verschinden wollen! Vergeblich hoffe ich auf kleine Helferwichtel, die alles fein säuberlich aufräumen, waschen und putzen, während ich selig ins Land der Träume entschwinde.

Die Realität sieht leider etwas anders aus und glücklicherweise stehe ich mit diesem Problem nicht alleine da. Wenn man 40 Stunden in der Woche arbeitet, freut man sich die verbleibende, kostbare Zeit mit den schönen Dingen des Lebens zu verbringen und nicht mit etwas Lästigem wie Geschirrspülen oder Aufräumen. Wenn der Kühlschrank dann doch mal wieder leer ist, kauft man eben  noch auf dem Heimweg im Supermarkt ein. An eine Tragetasche hat man natürlich nicht gedacht und so balanciert man Joghurtbecher und Müslipackung zwischen Tasche und Arm mühsam nach Hause. Dort angekommen ist zwar der Kühlschrank wieder voll, aber das Geschirr liegt noch genauso unberührt und verschmützt wie am Morgen, neben der Spüle. Ein Blick aufs Bett reicht schließlich aus, um das Fass zum überlaufen zu bringen.

Tja, egal wie lange man sich davor drückt, am Ende kommt man doch nicht darum herum: Am kostbaren Wochenende stopft man also eine Kleiderladung nach der Anderen in die Waschmaschine, versucht so gut es geht Ordnung in sein Zimmer zu bekommen und zur Abweschlung mal den Staubsauger rauszukramen! Jedes Mal merke ich, es nervt! Würde ich mich einfach ein bisschen rechtzeitiger darum kümmern, müsste ich höchstwahrscheinlich nicht soviel Zeit und Aufwand damit verbringen! Mal habe ich einfach keine Zeit,  ein andern mal überhaupt keine Lust oder ich flunkere mir selbst eine gute Ausrede vor. Sogar am kochen und backen, was ich wirklich gerne mache, verliere ich jegliche Lust, wenn ich müde nach Hause komme.  Schließlich gebe ich mich mit einem Käsebrot zufrieden, dass schmeckt auch lecker!

Ich stelle also fest, es ist wirklich nicht einfach einen guten Haushalt zu führen, wenn man den ganzen Tag in der Arbeit sitzt! Meine Bewunderung gilt all den Menschen, die dies unter einen Hut bekommen! Wenn ich aber ehrlich zu mir bin,  störe ich mich eigentlich kein bisschen daran wenn es mal wieder aussieht als ob eine Bombe in meine Kleiderschrank eingeschlagen hätte und ich erst dann die Wäsche wasche, wenn nur noch löchrige Socken zu finden sind! Ich kann jetzt schließlich selbst bestimmen was ich wie und wann mache und das fühlt sich ziemlich gut an!

Theresa

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2 Kommentare zu “Das bisschen Haushalt!

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