Gastspiel: Hannah berichtet

2014 – Ein neues Jahr, ein neuer Abschnitt, welcher wieder große Veränderungen mit sich bringen wird! Allen Mitfreiwilligen, Schulabgängern, Freunden und fleißigen Lesern wünsche ich daher nur das Beste und natürlich die richtigen Entscheidungen für das neue Jahr!  2014 möchte ich mit dem ersten „Gastspiel“ einläuten. Hannah gibt uns einen Einblick in ihr FSJ Kultur am Deutschen Museum. Viel Spaß beim lesen!

                                                                                                                  

„Was machst du jetzt eigentlich?“

„Ich mach ´n FSJ im Deutschen Museum.“

„Ah, und was machst du da so?“

Hannah Fröhler Gastspiel

Das Deutsche Museum

Solche oder so ähnliche Fragen wurden mir in den letzten Monaten häufig gestellt.

Im Juni 2013 habe ich das Abitur absolviert. In diesem Abschnitt meines Lebens stellten nicht nur Lehrer mir in Klausuren blöde Fragen, nein, auch mein Leben hatte eine parat: „Und nach dem Abi?“ Es kristallisierte sich ziemlich schnell heraus, dass diese Frage eine von den kniffligeren war. Eine Gretchenfrage (Danke Deutschunterricht der Oberstufe!)

Erschwerend kam hinzu, dass, wie es mir schien, je größere Schritte ich auf das Abi zu machte und je öfter ich dem Berufs- und Studienberater gegenüber saß, desto weniger wusste was ich eigentlich wollte. Die einen Mitschüler hatten schon im Herbst letzten Jahres ihre Bewerbungen für duale Studiengänge verschickt, die anderen hatten zahllose Eignungstests für Beamtenlaufbahn, Polizei und Bundeswehr über sich ergehen lassen und bei wieder Anderen war es einfach sonnenklar was sie studieren würden.

Nachdem auch der Versuch gescheitert war, ein geeignetes Studienfach dadurch zu finden, alle interessanten Studiengänge zu notieren, die Augen zu zumachen, wahllos aufs Blatt Papier einzustechen und sich mit dem getroffene Studiengang zufrieden zu geben, wurde mit klar, dass ich außerstande war gleich zum Wintersemester ein Studium zu beginnen.

Also googelte ich Stichworte wie FSJ und BFD. Zu meiner Freude und Überraschung entdeckte ich das FSJ Kultur.  Rasch entschied ich mich für das FSJ Kultur und die Stelle beim Deutschen Museum und bis ich mich versah war auch schon die Bewerbung abgeschickt. Mitte Mai wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Anfang Juli bekam ich die Zusage vom Museum. Der Entschluss für das FSJ war also spontan und der Weg dahin unkompliziert.

 Wie sieht heute mein Alltag aus?

Hannah Fröhler Türschild Gastspiel

Auch ich besitze ein Namensschild!

Ich bin größtenteils in der Abteilung Bildung. Und nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass auch ich ein eigenes Namensschild habe! Zu dem Namensschild gehören ein Schreibtisch und ein Computer.

An diesem Schreibtisch sitze ich nun und helfe Programme für Kinder und Jugendliche mitzugestalten. Programme, das können Aktionen, Workshops, Führungen oder Kombinationen aller drei sein. Sie werden zum Beispiel zu Sonderausstellungen oder aktuellen Themen entworfen.

Ich habe beispielsweise bei einem Workshop für Kinder zur Sonderausstellung „Das Gelbe vom Ei“ mitgearbeitet. In einem ersten Schritt bedeutete das für mich, dass ich das Programm vorbereiten musste und im zweiten Schritt, dass ich den Workshop mit den Kindern durchführte. Familientag, Schülertag, „Maustüröffner-Tag“, Musik zum Anfassen, Märchen im Museum. Verschiedenste Aktionen bei denen ich bisher mithelfen konnte. Eines  haben die Projekte alle gemeinsam, sie führen Kinder auf sehr anschauliche Weise an Naturwissenschaft, Technik und deren Teilbereiche, die sich  in unzähligen Facetten zeigen, heran.

Auch ich lerne ständig dazu. Über das Deutsche Museum, Museen generell, Naturwissenschaft und Technik (wo es für mich noch so einiges zu lernen gibt, denn ein riesiger Naturwissenschaft-  und Technikfan war ich  nie), die Arbeit mit Kindern und nicht zuletzt über mich. Die Arbeit im Museum, und das FSJ, also die Seminare, die Freien Bildungstage und die Treffen mit meinen Mit-FSJ-lern  machen jedenfalls richtig Spaß und noch keine Sekunde habe ich die Entscheidung ein FSJ zu machen bereut. „Just for Fun“ ist vielen als Begründung ein Jahr so zu verbringen nicht genug. Für all diejenigen: Guten Gewissens sage ich, dass das Jahr mich auch  richtig „voran bringt“.

Ich bekomme einen ausgiebigen Einblick in die Arbeitswelt: feste Arbeitszeiten haben und Unternehmensstrukturen kennen lernen. Austesten was mir liegt, und was nicht. Kontakte knüpfen und da ich nach der Arbeit keine Hausaufgaben und Lernerei mehr habe, endlich wieder Muse Dinge zu tun, die mich wahnsinnig interessieren und die ich gern habe, die aber in den letzten Jahren wegen Lustlosigkeit und Monotonie des Schüleralltags  auf der Strecke geblieben sind.

Jetzt Ende Dezember,  nach vier Monaten FSJ, hatte ich noch immer keine Erleuchtung, was ich nach diesem Jahr machen werde, bin aber diesbezüglich definitiv gelassener geworden.


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