Aller Anfang ist schwer..

Aufgeregt kramt der Musiker seine Noten zusammen. Seine Hände sind schwitzig und der Bogen rutscht ihm immer wieder durch die rechte Hand. Kleine Schweißperlen zeichnen sich auf seiner Stirn ab, hinter der Bühne geht es zu wie auf einem Jahrmarkt. Von entspannter Atmosphäre weit entfernt, laufen alle kreuz und quer. Die allgemeine Nervosität liegt in der Luft und hektisch macht sich Alles zu Recht bevor es auf die Bühne geht. Ein lautes Gemurmel aus den Publikumsreihen ist auszumachen, welches augenblicklich verstummt, als der erste Musiker die Bühne betritt. Jetzt bin ich gleich dran, jetzt muss ich gleich auf die Bühne, denkt der Musiker und versucht verzweifelt, seine zitternden Knie zu beruhigen. Einmal tief durchatmen und einfach den ersten Schritt machen. Hab ich die richtigen Noten in der Hand? Bevor er noch weiter nachdenken kann, scheint ihm schon das grelle Scheinwerferlicht ins Gesicht und er steht auf der Bühne.

Wie schon der Titel besagt: Aller Anfang ist schwer. Jeder der etwas Neues beginnt, weiß was ich meine und natürlich gilt selbiges für mich. Die Kombination aus ungewohntem Umfeld, neuer Arbeitsstelle  und einer Menge neuer Kollegen, führt dann doch dazu, dass man am ersten Arbeitstag mit wackligen Knien die MDSCF3162amortreppe hinaufschlottert. Dieses unumgängliche Ereignis habe ich schon im Juni hinter mich gebracht!Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte in einer Einarbeitungswoche überall einmal reinschnuppern zu können. Mein Vorgänger Jan hat dabei wirklich sehr gute Dienste geleistet, sodass mir alle Unbehaglichkeit am offiziellen Beginn meines FSJ genommen wurde.

Mit dem ersten Arbeitstag ist zwar die erste Hürde genommen, aber dabei bleibt es leider nicht. Schließlich muss man auf einmal Tätigkeiten verrichten mit denen man vorher noch nie in Berührung gekommen ist. Programme gestalten, Plakate drucken, Räume verbuchen, all das klingt im ersten Moment nicht wirklich spannend und schwierig. Steht man aber unwissend vor solchen Aufgaben, scheinen sie schier unlösbar. Am Anfang scheint man mit praktisch jeder Aufgabe überfordert zu sein. Ich persönlich habe mich sehr unter Druck gesetzt und versucht alles richtig zu machen. Das führt dann aber leider dazu, dass man bei kleinen Fehlschlägen schnell enttäuscht ist. Selbst nach fast zwei Monaten Arbeit, kann ich noch lange nicht behaupten alles einwandfrei zu beherrschen.  Und trotzdem stellt sich schnell der Alltag ein. Das Umfeld wird gewohnter und die Kollegen immer netter und vertrauter. All das erleichtert einem einiges und nimmt viel von der Anspannung weg. Ich habe gemerkt, dass ich alles langsamer und gelassener angehen muss und schon löst sich das ein oder andere Problem fast wie von selbst. Ich würde gerne behaupten, dass die Eingewöhnungsphase schon vorüber ist, aber ich denke dafür wird es noch einige Wochen brauchen. Wenn ich jetzt mal wieder genervt davon bin, wie lange ich noch für einiges brauche, erinnere ich mich selbst einfach daran wie sehr viel länger ich noch vor ein paar Wochen für dieselbe Arbeit gebraucht habe.

Aller Anfang ist schwer, das stimmt, aber es wird leichter, garantiert!

Theresa

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